Pilgerberichte

Lebendige Eindrücke aus erster Hand

Ob zu Fuß oder mit dem Rad: Pilgern ist eine herausfordernde, wundervolle, mühsame und beglückende Erfahrung. Un wer sich auf den Weg macht, der hat hernach einiges zu erzählen. So wie unsere Pilgerinnen und Pilger, die gerne mit teilen, was der Jakobsweg an kleinen und großen Erlebnissen für sie bereithielt.

Zur Orientierung wurde die Liste entsprechend der Herkunft nach Landkreisen geordnet. Dies bedeutet allerdings nicht, dass eine Veranstaltung nur dort möglich wäre. Die Verfügbarkeit der Referentinnen und Referenten nach Ort und Zeit ist jeweils abzuklären.

Amberg-Sulzbach

Auf dem Jakobsweg

Referentin: Doris Müller

Frau Müller berichtet von einem der zwei folgenden Pilgerstrecken:

  • Jakobsweg in Frankreich (von Genf nach St. Jean-Pied-du-Port)
  • Camino Frances – der Jakobsweg von St. Jean-Pied-du-Port nach Santiago

Im Zeichen der Muschel – mein Jakobsweg vor der Haustür

Referent: Peter Seidl

Zahllos sind inzwischen die Bücher und Berichte über die Etappen des Jakobswegs durch Frankreich und Spanien. Weniger bekannt ist, dass die Jakobsmuschel als Wegzeichen auch in der Oberpfalz, an den Fichtenstämmen des Hirschwalds und entlang der lieblichen Lauterach, zu finden ist. Mit Foto-Handy und Notizblock ist Peter Seidl die drei Etappen des Jakobswegs gewandert, die für ihn als Amberger quasi an der Haustür vorbeiführen: von Schwandorf nach Ensdorf, dann durch den Hirschwald nach Hohenburg, von dort entlang der Lauterach nach Kastl. Entschleunigt unterwegs, hat er seine ganz persönlichen Eindrücke zu Natur und Menschenwerk, zu den großen und kleinen Dingen am Weg gesammelt und dabei die alte Weisheit neu erfahren dürfen, dass der Weg das Ziel und das Ziel man selber ist. Herausgekommen ist ein Vortrag mit zahlreichen Bildern und betrachtenden Texten sowie einer Einführung in Geschichte und Geografie der Jakobus-Pilgerschaft und des modernen europäischen Jakobswege-Netzes.

Cham

Mein Weg nach Santiago de Compostela

Referent: Hermann Bierl

Nach dem Eintritt in die Altersteilzeit brach Hermann Bierl im Sommer 2012 auf nach Santiago de Compostela. Startpunkt des 800 Kilometer langen Weges war der französische Grenzort St. Jean Pied de Port am Fuße der Pyrenäen. Lebendig und begeistert erzählt der Jakobspilger von seinen Erlebnissen und Begegnungen auf dem Fußmarsch durch vier Regionen im Norden Spaniens. Viele Fotos beindrucken dabei mit reizvollen Berglandschaften, endlosen Weiten, kirchlichen Bauwerken, Städten und verschlafenen Dörfern.

Die Muschel weist den Weg... Wenn der Jakobsweg ruft - mein Weg auf dem Camino nach Santiago de Compostela

Referentin: Luise Feldmeier, Roding

Mit dem Jakobsweg hat sich Luise Feldmeier aus Oberkreith einen Lebenstraum erfüllt. Genau einen Monat lang war sie 2012 mit ihrem Bruder und dessen Arbeitskollegen unterwegs von Saint-Jean-Pied-de-Port nach Santiago de Compostela. Ihre Eindrücke schildert sie bei ihrem Vortrag und nimmt die Zuhörenden förmlich mit auf den 800 Kilometer langen Fußmarsch.

Der ostbayerische Jakobsweg von der Grenze bei Eschlkam bis nach Regensburg

Referentin: Berta Huthöfer

Der Handelsweg zwischen Bayern und Böhmen war gleichzeitig immer auch ein Pilgerweg. Der insgesamt 273 Kilometer lange Ostbayerische Jakobsweg bildet die Fortsetzung des aus Prag kommenden tschechischen Jakobsweges. Der 122 Kilometer lange Abschnitt zwischen der deutsch-tschechischen Grenze bei Neuaign/Všeruby bis nach Regensburg ist voll mit historischen, kunstgeschichtlichen und geistlichen Schätzen. Diese Schätze werden in Wort und Bild gezeigt und laden dazu ein, sich auf die Spuren der Jakobspilger*innen zu begeben.

Mit dem Fahrrad auf dem Jakobsweg

Referent: Jakob Pellkofer

Herr Pellkofer berichtet von einem der zwei folgenden Pilgerstrecken:

  • Von Eschlkam im Landkreis Cham nach Santiago de Compostela und Cap Finisterre (2780 km)
  • Von Pamplona nach Santiago de Compostela mit Cap Finisterre

Kelheim

Mit dem Fahrrad von Pamplona nach Santiago und bis zum "Ende der Welt"

Referent: Sebastian Hainz

Ein von mir jahrelang gehegter Wunsch war eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela. Wir haben in unserem Ort eine Nebenkirche, die dem heiligen Apostel Jakobus (dem Älteren) geweiht ist und eine Jakobusfigur aus der Zeit um das 14. Jahrhundert. 2012 beendete ich mein Berufsleben und nahm mir schließlich die Zeit.

Meine Pilgerfahrt begann im April 2013. Ich flog mit meinem Fahrrad nach Pamplona und von da über drei Pässe bei Regen, Sonnenschein und zwischendurch auch Schnee in Richtung Kap Fisterra. Das erste Ziel: das Grab des heiligen Jakobus auf dem Sternenfeld, was Santiago de Compostela übersetzt heißt. Mit zahlreichen Bildern berichte ich von meinen 15 Tagen Pilgererfahrung und möchte Sie meine 812 km weite Pilgerfahrt miterleben lassen. Buen Camino!

Mit dem Rennrad auf dem Jakobsweg

Referent: Toni Sorcan

Es interessiert Sie, was man als radsportlicher Pilger quer durch Europa auf dem Weg nach Santiago de Compostela erlebt? Nein, ich berichte nicht über einen theosophisch-religiös-meditativen Selbstfindungstrip. Auch nicht über Tympana der Kirchen von Navarra bis Galicia. Sondern über Freude, Leiden, Enttäuschung und Erfüllung, Begegnungen und Alleinsein während der 18-tägigen Reise im harten Rennradsattel.

(Spirituelle) Erfahrungen auf dem Jakobsweg

Referent: Josef Stautner

Es hat einen Anstoß gebraucht, um mich selber auf den Weg Richtung Santiago zu machen. Dieser kam durch das Angebot einer geistlich begleiteten Wanderung in einer Gruppe im Jahr 2007 von Regensburg nach Eichstätt. Seitdem bin ich in mehreren Etappen bis Genf gegangen. Es sind nicht bloß Bilder von großartigen wechselnden Landschaftseindrücken, die sich eingeprägt haben. Es sind vor allem die Begegnungen mit anderen Pilgern, der Austausch mit Ihnen, ein Stück Weg-Gefährtenschaft, das stille Verweilen an besonderen Orten. Und manchmal das Überwältigtsein von ganz besonderen Momenten, die wohl an spirituelle Erfahrungen heranreichen. Lassen Sie sich mitnehmen auf einen Weg, der seit Jahrhunderten Menschen fasziniert und über das äußerliche Gehen auch im Inneren verändert!

Leben ist Bewegung

Referent: Albert Steber

Aristoteles urteilte dereinst, dass das Leben in der Bewegung bestehe und sein Wesen in ihr habe. Ein Leben ohne Bewegung gibt es nicht; das Gegenteil ist der Tod. Leben ist auch die geistige und seelische Bewegung. Gläubige Menschen sagen: Bewegung auf Gott hin. Mit unserem Leben bewegen wir uns nicht auf ein Ende, sondern auf ein Ziel zu.

Mit einer Vielzahl von Bildern berichtet Herr Steber von seinen Erfahrungen „mit Rucksack und Bibel“ auf den Pilgerwegen nach Rom und in Südtirol. Das Pilgern als besondere Form der Bewegung hat für ihn zwei wesentliche Aspekte: das bewusste Gestalten des persönlichen Pilgerweges und dessen Erleben als ein Sinnbild für den eigenenen Lebensweg. Die gleichmäßige Bewegung kann zu einem Weg der Reinigung und der Zentrierung werden. Wer wandert, wandelt sich mit jedem Schritt.

Mit dem Fahrrad von Regensburg nach Santiago de Compostela

Referent: Prof. Dr. Günter Tamme

Mit einer ergreifenden Verabschiedung unter der Statue des hl. Jakobus in der Regensburger Schottenkirche begann die Reise. Ihr Ende fand sie bei der Jahrhunderte alten Jakobusfigur die am Eingang der Kathedrale von Santiago de Compostela steht. Auf dem ganzen langen Weg fühlten sich der emeritierte Mathematikprofessor Günter Tamme und sein Studienfreund und Schwager Klaus Bichteler unter dem Schutz des heiligen Apostels: sei es beim Steinschlag, der sie nur knapp verfehlte, oder angesichts des Rückenwindes auf der gefürchteten Hochebene von Kastilien. Mit zahlreichen Bildern gibt Prof. Tamme einen lebendigen Eindruck von seiner sechswöchigen Pilgerschaft und berichtet, was ihm seine Fahrt nach Santiago noch heute bedeutet.

Regensburg-Land

Was heißt es, seinen Jakobsweg zu gehen?

Referentin: Helene Theisinger

Warum begibt man sich auf den Pilgerweg? Was heißt es, monatelang zu pilgern? Was bedeutet es, allein, nur mit dem Nötigsten ausgestattet, unterwegs zu sein? Welchen Strapazen, Gedanken und Gefühlen ist man ausgesetzt? Was heißt es, seinen Jakobsweg zu gehen und letztendlich, was ist danach? Die Antworten zu diesen Fragen und viele positive Erfahrungen habe ich 2005 auf meinem Pilgerweg von Regenstauf nach Santiago de Compostela erhalten. Damals war ich 3 Monate unterwegs. Obwohl seither 15 Jahre vergangen sind, ist für mich diese Zeit immer noch präsent. Mit Ihnen zusammen würde ich gerne meinen Jakobsweg reflektieren und freue mich, wenn ich noch Fragen dazu beantworten kann.

Schwandorf

Bleib auf dem Weg – er führt dich wie von selbst zum Ziel

Referent: Pfr. Herbert Rösl

Wenn auch manche den Jakobusweg nur für sich betrachten, so ist für meinem Freund Otto und für mich dieser Weg untrennbar mit der Renovierung der alten Pfarrkirche in Kelheimwinzer verbunden. So wie die Renovierung der Kirche eine große Herausforderung für die Pfarrei darstellte, so ist es auch mit dem Jakobusweg. Zuerst wollten wir nur den Ostbayerischen Jakobusweg gehen, doch mit der Zeit fühlten wir uns mystisch vom ganzen Weg angezogen. Ähnlich wie wir die Renovierungs-Maßnahme in einzelne Bauabschnitte gliedern mussten, so haben wir es auch mit dem Jakobusweg gemacht. Es wurden viele Etappen, die wir Stück für Stück meistern mussten. Von den vielen Herausforderungen, Schwierigkeiten und positiven Erfahrungen wollen wir den Zuhörern erzählen und mit Bildern und Fakten einen Eindruck vom Weg vermitteln. ¡Buen camino!

Straubing

Mein Jakobsweg von Feldkirchen nach Santiago de Compostela - ein persönlicher Erfahrungsbericht

Referent: Franz Plachi

Franz Plachi ist Jahrgang 1959, verheiratet und hat drei Kinder sowie zwei Enkelkinder. Der Niederbayer ist in Passau aufgewachsen und seit 1984 in Feldkirchen zu Hause. Bis zu seiner Pensionierung 2018 war Plachi zuletzt als Oberstleutnant in Roding stationiert.

2019 ist er aufgebrochen: Aus Feldkirchen ging er zunächst nach Straubing und hat sich dort in der Kirche St. Jakob den Pilgersegen geholt. Im Anschluss ist er dann in 87 Tagen per Pedes nach Santiago de Compostela gepilgert. Er steht für Vortragsabende im ganzen Bistum bereit.

Tirschenreuth

2896 km auf dem Jakobsweg – Auf dem Rad von Premenreuth nach Santiago de Compostela

Referent: Christian Konz

Christian Konz berichtet von seiner Radpilgerreise auf dem Jakobsweg im Jahr 2019. In einem reich bebilderten Vortrag erzählt er von all dem, was er in vier Wochen erlebt hat: Von Land und Leuten, bewegenden persönlichen Erfahrungen, Bauwerken, die von längst vergangener Zeit zeugen, vom Pilgeralltag und der einen oder anderen Geschichte, die zum Schmunzeln anregt. Sein Reise begann in Premenreuth, einem kleinen Ort in der nördlichen Oberpfalz. Auf dem Weg durch die Schweiz durchquerte er die Alpen. Für eine Übernachtung machte er Halt im Kloster Einsiedeln. In Frankreich stand ein Abstecher nach Lourdes an, in Spanien folgte er weitestgehend dem über 1000 Jahre alten Pilgerweg „Camino Francés“, mit Aufenthalten in den großen Königsstädten Burgos und León. Das Ziel der Reise war natürlich Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens, doch den Abschluss bildete ein Abstecher an das Kap Finisterre, das bis zum Mittelalter als das Ende der (damals bekannten) Welt galt.

Wunsiedel

Meine Pilgerreise auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela

Referent: Thomas Kern

Ein Erfahrungsbericht über den Camino von St. Jean Pied de Port bis nach Santiago de Compostela – mit vielen Bildern, Eindrücken und Anekdoten von all den Dingen, die nicht geplant oder durchdacht sind, sondern einfach so plötzlich geschehen und wundervoll in Erinnerung bleiben. Ein knapp 800 km langer Fußweg, reich an vielen schönen Erfahrungen und Begegnungen mit Gott, den Menschen und mit einem selbst.

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