KEB auf Sendung: Bildung bei TVA

Echte Weihnachten?!

Es ist nicht zu leugnen: Das "C" hat unsere Gesellschaft nachhaltig geprägt. Auch am Jahresende 2020 ist es das zentrale Thema - selbst bei denen, die sich als "Skeptiker" bezeichnen würden. Unstrittig ist, dass seine Herkunft in Asien liegt, wobei man davon ausgeht, dass es im Lebensumfeld von Tieren das Licht der Welt erblickt hat. Wer hätte seinerzeit gedacht, dass so ein kleines Etwas unsere Welt derart auf den Kopf stellen würde? Dass sich so viele Menschen von ihm anstecken lassen?

Die Rede ist vom Christuskind. Ihm widmet sich die mittlerweile fünfte Folge der beliebten Fernsehreihe "Kaum zu glauben?". Passend zur Adventszeit geht es diesmal um das Thema: „Wie echt ist Weihnachten? Warum Krippen bis heute Herzen berühren“.

Als Experte im Studio ist Markus Kirchner zu Gast. Kirchner ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ludwig-Maximilians-Universität München und dort am Lehrstuhl für Biblische Einleitung der Fakultät für Katholische Theologie tätig. Und er ist bereit, Rede und Antwort zu stehen, wenn es um den Kern unserer Weihnachtsbräuche geht.

Wie kommt es zu den vielfältigen Krippendarstellungen und was wissen wir über die geschichtlichen Quellen zur Geburt Jesu? Was ist dran an der biblischen Weihnachtsüberlieferung? Und welche Bedeutung hat das Fest vom Christuskind in der Krippe unter Coronabedingungen?

Diese und viele weitere Fragen stellt ihm Julia Wächter. Die studierte Germanistin und Theologin ist in Regensburg als Redakteurin tätig. Als Anwältin des Publikums geht sie den Dingen auf den Grund und hakt kritisch nach.

"Kaum zu glauben?"

So heißt das Format, mit dem die KEB im Bistum Regensburg Bildung im Fernsehen erlebbar macht. Die Serie wurde entwickelt in Zusammenarbeit mit dem regionalen Sender TV Aktuell, dem Akademischen Forum Albertus Magnus und der Bischöflichen Presse- und Medienabteilung.

In Coronazeiten geboren ist die Sendung mittlerweile fest etabliert. Sie diskutiert mit regionalen Bezügen wichtige theologische und gesellschaftliche Themen, wie sie auch Bischof Dr. Rudolf Voderholzer erst kürzlich in seinem Buch „Zur Erneuerung der Kirche" (Verlag Friedrich Pustet) ins Gespräch gebracht hat.

Wolfgang Stöckl, Bischöflicher Beauftragter für Erwachsenenbildung, zeigt sich von dem Projekt begeistert: „Die Sendungen bieten eine hervorragende Gelegenheit für spannende Diskussionen! Ganz im Sinne der Katholischen Erwachsenenbildung: Fragen aufgreifen, die viele Menschen haben, und einen Rahmen schaffen, wo man voneinander lernen kann.“

Wer in diesem Sinne ein Feedback geben möchte zu den verschiedenen Inhalten und Thesen der Sendungen oder dem Format als solchem, kann dies übrigens über die eigens eingerichtete E-Mail-Adresse kaumzuglauben(at)tvaktuell.com tun. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

Die bisherigen Folgen

1. Genesis oder Big Bang?

Wie stehen Glaube und Wissenschaft zueinander? – so lautet die Kernfrage der ersten Folge. Prof. Dr. Ferdinand Evers, Vater von vier Töchtern und Theoretischer Physiker mit dem Schwerpunkt Theorie der Kondensierten Materie, vertritt die These: Glaube und Naturwissenschaft gehören eng zusammen. Aber wie plausibel ist dieser Ansatz? Wie kann man als wissenschaftlich denkender Mensch mitten im Leben heute noch ernsthaft glauben? Als Anwältin des Publikums hakt Psychologiestudentin Marie Kinsky nach.

2. Die tiefere Krise im Blick

„Corona – was können wir dafür?“ - so hieß die zweite Folge in der Sendereihe. Philosoph Prof. Dr. Sigmund Bonk nimmt das Phänomen Corona in den Blick. Seine These lautet, dass die Pandemie Ausdruck eines umfassenderen und verfehlten Umgangs mit der Natur ist. In der Rolle der Anwältin des Publikums ist Ruth Aigner, 33-jährige Leiterin des Fachbereichs Weltkirche in der Hauptabteilung Seelsorge im Bistum Regensburg. Aigner hat einen Bachelorabschluss der Umweltpädagogik und einen Masterabschluss in sozialwissenschaftlicher Konfliktforschung erworben. Sie ist viel in der Welt herumgekommen und hat den Aspekt der Globalität im Blick.

3. Quo vadis Europa?

Um das Thema europäische Werte dreht sich alles in der dritten Folge. Expertin Sophia Kuby kann auf ein knappes Jahrzehnt Erfahrung in der Arbeit mit den Europäischen Institutionen in Brüssel zurückblicken und leitet heute die Abteilung Strategische Beziehungen und Ausbildung bei der weltweit tätigen Menschenrechtsorganisation ADF International. Ist Europa mehr als ein bürokratisches Monster mit wirtschaftlichen Interessen? Was verbindet uns über die Landesgrenzen hinweg? Und welche Rolle spielt noch der christliche Glaube in unserem gesellschaftlichen Miteinander? Auf solche und ähnliche Fragen fordert Erwachsenenbildner und Theologe Raphael Edert eine Antwort ein und nennt als Anwalt des Publikums drängende Herausforderungen unseres Kontinents beim Namen.

4. Was bringt der Glaube?

Das Thema der vierten Folge lautet: „Christlich leben, gut leben. Der Nutzen des Christlichen im Alltag“. Oliver Maksan, Chefredakteur einer katholischen Wochenzeitung, diskutiert, was der christliche Glaube bei der Gestaltung des eigenen Lebens bedeutet: Glück? Halt? Hemmschuh? Kompass? Es geht um den eigenen Anspruch und um einen Mehrwert, der auch den eigenen Beruf prägt. Als Anwältin des Publikums tritt die Theologin Maria-Viktoria Koch auf. Sie kommt aus Regensburg und arbeitet derzeit in einem Pfarrverbund in München. Die Moderation liegt bei Matthias Feuerer, dem Stellvertretenden Redaktionsleiter bei TVA.

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