Filmgespräch zum Thema: verloren - verführt - verblendet

Ein Film vom Erstarken der jungen radikalen Rechten in Europa. Kompromisslos und auf der Höhe der Zeit.

Lange Nacht der Demokratie

Der Film (FSK 12) - er feierte gerade auf der Berlinale 2021 seine Weltpremiere - verknüpft die Fiktion eines beängstigenden Szenarios mit dem Geist einer Realität, vor der man nur allzu gern Augen und Ohren verschließt. Entstanden ist eine Gesellschaftsstudie, die packt und aufrüttelt.
Im Mittelpunkt stehen rechter Populismus und die Jugendbewegung der neuen europäischen Rechten, die glaubt, innerhalb Europas Dinge gerade rücken zu müssen.
Auf der menschlichen Ebene geht es um Verführung nach einem Verlust, um persönlichen Schmerz und die Gefahr, die Verwerfungen im Denken und Handeln radikaler Menschen zu spät zu erkennen und sei es nur, weil man liebt. Nicht in einer fernen Zukunft, sondern jetzt.

"Wie verführbar sind wir für radikale Gedanken und vor allem radikales Handeln? Wie gefestigt sind wir wirklich, um uns gegen Angriffe durch starke politische Parolen, aber auch durch Menschen im nahen Umfeld zu schützen, die sich immer deutlicher aus der Deckung wagen und in ihren Haltungen radikalisieren? Wir wollten und mussten einen Film machen, der uns beim Beantworten dieser Fragen weh tut." (Regisseur Christian Schwochow)

Im Anschluss an den Film bleibt Zeit für den gegenseitigen Austausch und ein Gespräch über unsere Erfahrungen und Einschätzungen.

Zur Handlung:
Irgendwo in Berlin. Nicht irgendwann - heute. Ein Paket im Flur. ALEX, ein Ehemann und Vater dreier Kinder. Vergisst den Wein im Auto. Wird von einer Bombe aus der Routine gerissen und findet seinen Halt nicht wieder. MAXI, eine selbstbewusste junge Frau, will sich loslösen von den Eltern und auf eigenen Beinen stehen. Hat sich ihr Abnabeln ganz anders vorgestellt, wird wütend und stellt Fragen. Und hat zum ersten Mal in ihrem Leben Angst. KARL fängt Maxi auf und bietet Antworten. Resolut, blitzgescheit und verführerisch verfolgt er seinen eigenen Plan. Als Teil einer Bewegung. Heute in Berlin. Morgen in Prag. Bald in Straßburg ... in ganz Europa.

Leitung:

Johannes Geiger, Pastoralreferent, Geschäftsführender Bildungsreferent der KEB Wunsiedel

Datum Fr 23.09.2022, 19:00 Uhr
Ort Selb, FAM - Familienzentrum (Café), Karl-Marx-Straße 8
Gebühr Eintritt frei!
Veranstalter Runder Tisch für Demokratie und Toleranz in Arzberg und KEB Wunsiedel in Kooperation mit VHS Fichtelgebirge, AWO-Ortsvereinen und SPD Arzberg und Thiersheim, UPW, Evang. und Kath. Kirchengemeinde Arzberg, DGB Region Oberfranken und der Projektstelle gegen Rechtsextremismus in Bad Alexandersbad

Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

Zur Vor- oder Nachbereitung finden Sie umfangreiche Hintergrundinformationen über Rechtsextremismus z.B. in einem Online-Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung unter:

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